Prolog

1. Tag:
Hinflug

2. Tag:
Las Vegas - Prescott Valley

3. Tag:
Sedona

4. Tag:
Sedona

5. Tag:
Sedona - Blanding

6. Tag:
Moab: Arches National Park

7. Tag:
Moab: Sand Flats Road, Picture Frame Arch

8. Tag:
Moab: Secret Spire, Spring Canyon Point, Shafer Trail

9. Tag:
Fahrt nach Overton, Valley of Fire

10. Tag:
Valley of Fire

11. Tag:
Fahrt nach Ridgecrest, Trona Pinnacles

12. Tag:
Ghost Town Ballarat, Charcoal Kilns, Skidoo Mine

13. Tag:
Alabama Hills

14. Tag:
Titus Canyon, Racetrack Playa

15. Tag:
Ghost Town Berlin

16. Tag:
Ghost Town Bodie, Mono Lake

17. Tag:
Ghost Town Bodie, Mono Lake, Tioga Pass

18. Tag:
Ancient Bristlecone Pines

19. Tag:
Joshua Tree National Park

20. Tag:
Joshua Tree National Park

21. Tag:
Joshua Tree National Park

22. Tag:
Kelso Depot, Las Vegas

23. - 25. Tag:
Las Vegas und Rückflug

Fazit

Prolog

Die Beiträge für die BasisRente – im Volksmund auch Rürup-Rente genannt – werden zu großen Teilen vom Staat gefördert. Das lohnt sich ganz besonders für Selbstständige, Freiberufler sowie gut verdienende Arbeitnehmer und Beamte: Sie sparen sinnvoll Steuern und investieren gleichzeitig in die Altersvorsorge.

Der Fiskus fördert jährlich maximal 40 000 Euro bei Ehepaaren und 20 000 Euro bei Unverheirateten. Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung, in berufsständische Versorgungswerke oder in die Landwirtschaftliche Alterskasse kürzen diesen Betrag. Selbstständige können die maximalen Beträge voll ausschöpfen, wenn sie nicht pflichtversichert sind.


Huch...



Äääääähhhhhhhhmmmmmm

Ich glaube, so dringend wie dieses Jahr, habe ich noch nie zuvor Urlaub gebraucht. Die vergangenen Monate waren geprägt von Chaos, privaten Sorgen, Umorganisation im Büro, Überstunden, Hektik, Zeitnot…

Tagsüber schrieb ich mir „Merk-Mails“ mit dem Inhalt „dringend erledigen“ vom Büro nach Hause, abends schickte ich mir Mails „wichtig - gleich morgens erledigen“ ins Büro…

Der Trubel und die Hektik machten zwar riesig Spaß, (ich arbeite eigentlich ganz gern unter solchem Druck) aber Ende März 2011 war ich so mit den Nerven runter, dass ich tatsächlich kurz davor war, nicht zum Frühjahrstreffen vom Discover America Forum zu fahren. Der Gedanke, mal vier freie Tage am Stück daheim zu verbringen, der war so verlockend. Andererseits war mir bewusst, dass ein Tapetenwechsel dem Nervenkostüm gut tut und mich die geselligen Stunden mit meinen Foren-Freunden von dem ganzen Stress und den Gedanken ablenken würde. Und so war es auch. Nach den ganzen irgendwie belasteten Monaten war das Treffen wie so eine kleine Wende und ich sah nun alles wieder positiver

Die Wochen vergingen wie nix. Zum Glück hatte ich meine Urlaubsplanungen für diese Tour schon sehr zeitig abgeschlossen, sonst wäre ich wirklich in Zeitnot gekommen.

Ein gewisses „innerliches Bangen“ blubberte mir jedoch die ganze Zeit durch die Gedanken: Was für eine Bibber-Hürde würde es dieses Jahr geben? Was könnte einen pünktlichen und problemlosen Urlaubsbeginn gefährden und meiner Vorfreude einen gewaltigen Dämpfer aufsetzen? 2009 war es die Schweinegrippe, wo man nicht wusste, ob Warnungen vom Auswärtigen Amt kommen würden…, 2010 der Vulkanausbruch auf Island, der tagelang den Flugverkehr lahmgelegt hatte… Was würde es dieses Jahr werden?

Am Donnerstagabend (der Abflug war am folgenden Sonntag) putze ich gegen 21.30 Uhr in der Küche ne enge Stelle neben der Spülmaschine. So ne Stelle halt, die es, glaub, in jeder Wohnung gibt. Eine, die nicht bei jedem Putzen mit dran kommt. Aber da meine Nachbarn meine Blümchen hüten würden, sollte natürlich ALLES ganz picobello sein. Ich kniete also auf dem Fußboden und wischte mit dem Lappen in der hintersten Ecke rum, da passierte es. Der rechte Fuß rutschte schwungvoll nach hinten weg und wurde dann von ner Fliesenfuge gebremst, in der ich mit dem großen Zeh landete. Es gab ein seltsames Geräusch , so bissl, wie wenn man Pflaster von der Haut abzieht. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch kein Pflaster am Fuß hatte, schwante mir Fürchterliches, obwohl ich vor lauter Schreck noch gar keinen Schmerz verspürte.

Aber mir war klar, was jetzt passiert war, war nicht gut, gar nicht gut Eine Blutspur hinter mir herziehend humpelte ich ins Badezimmer und hielt die ganze Sache erstmal unter die Dusche, damit ich mir das Malheur mal ansehen konnte. Der Fußnagel stand in einem nicht natürlichen Winkel ab… Keine weiteren Details...

Eigentlich bin ich nicht wehleidig und kann bei mir selber z.B. problemlos zuschauen, wenn Blut abgenommen wird etc. Aber bei abgerissenen Nägeln bin ich ein absolutes Weichei. Es gibt da einen Gruselfilm (der Name fällt mir gerade nicht ein), in dem will das Opfer aus einer Grube oder so ähnlich flüchten und krallt sich an der Wand fest und reißt sich dabei einen Nagel aus. Diese Szene verbringe ich immer mit dem Gesicht hinter einem Sofakissen. Nur würde mir ein Sofakissen jetzt aber nicht wirklich weiterhelfen.

Also musste Plan B her: Es gibt jemand, der immer weiter weiß! Egal wie schlimm was ist. Egal, wie erwachsen man ist! Diese Person kann immer helfen!

Das kleine Kind kam in mir hervor. Schnell zwei Meter Küchenrolle um die blutende Geschichte wickeln, zum Telefon hechten und „Mamaaaa ich hab mir weh getan“ plärren… Mütterlicher Trost wirkt auch mündlich und über eine Entfernung von 300 Kilometern :lls: Ich beruhigte mich wieder und verpflasterte die ganze Angelegenheit, damit ich es nicht ständig sehen musste (und damit ich mir die Wohnung nicht noch mehr einsaue). Dann rief ich meinen Chef an und brachte ihm bei, dass ich meinen letzten Arbeitstag vor dem Urlaub nicht im Büro verbringen würde, sondern beim Arzt.

Gesagt - getan. Am Freitag stand ich pünktlich um 8 Uhr in der Praxis von meinem Hausarzt. Als er die Story gehört hatte, wollte er gar nix mehr anschauen, sondern drückte mir gleich ne Überweisung zum Chirurgen in die Hand. Also zurück gedüst, im Telefonbuch geschaut, wo einer ist und angerufen. Ich sollte viel Wartezeit mitbringen… Wieder hinters Lenkrad geschwungen und mit pochendem Zeh in den Nachbarort gefahren. Gegen 12 Uhr und viel Jammerei meinerseits war der Spuk vorbei. Der Arzt hatte noch ein Drittel vom Nagel retten können, mir reichlich spezielles Wundpflaster und ein Rezept für ne antiseptische Lösung mitgegeben. In der Apotheke besorgte ich mir weitere Meter Pflaster und solche „Fingerlinge“ aus Mull, dann fuhr ich ins Schuhgeschäft. Mir war klar, dass ich es mir abschminken konnte, in den nächsten Wochen auch nur dran zu denken, einen geschlossenen Schuh zu tragen. Also musste eine Lösung her und ich kaufte die bisher teuersten Schuhe meines Lebens Das Fiese war: Sie hatten weder einen 10 cm Bleistiftabsatz, noch stand Manolo Blahnik drauf! Nein, es waren potthässliche Wandersandalen…
(Um es vorweg zu nehmen: Einen Preis für Schönheit werden sie nie gewinnen, aber ich lernte sie sehr schnell zu schätzen und werde sie auch künftig gern zum Wandern tragen.)

Kaum daheim angekommen, klingelte mein Telefon und der Zimmermann rief an, denn nach dem Urlaub wollte ich in meiner Wohnung die alten Holzfenster und Balkontüren durch Kunststoff-Fenster und -Balkontüren austauschen lassen. Dazu musste aber erstmal genau Maß genommen werden und wir verabredeten uns auf den Samstagvormittag.

Die Besprechung und das Ausmessen dauerten eine ganze Weile und die Packerei war dann nicht ganz so relaxt, wie ich es mir ursprünglich vorgestellt hatte. Gegen 19 Uhr war ich aber mit allem fertig. Ein großer Reisetrolley und mein Handgepäcktrolley standen abreisebereit im Flur.

Ach so, noch schnell ein paar Worte zum Titel der Tour: Distance and Desire. Ganz einfach, wegen der großen Sehnsucht nach verschiedenen Locations würde ich dieses Jahr doch recht große Entfernungen überwinden müssen.
Dass der Titel noch passender und „ausbaufähiger“ werden sollte, wusste ich aber zu dem Zeitpunkt noch nicht

Und auch bei dieser Tour bekam wieder jeder Tag einen entsprechenden Titel:

Dies wünsche ich niemandem
Flop & Top
Roundabout
Good Vibrations
Winter Driving Conditions
Plitschplatsch

Warm-up
Hardcore
Slippery when wet
A perfect Day
Empörung
Das andere Gesicht
Hunting
Auf der Zeil
Distance and Desire
Es kann doch so einfach sein!
Nix Halbes und nix Ganzes
Striptease
Fatale Entscheidung
Die Hölle im Paradies
Aua!
Mein bisher peinlichstes Dreherle
Typisch
Fazit