Prolog und Route
 


Samstag, 29. Mai


Heute war der Tag der kleinen Pechsträhnen:

Beim Rückwärtsausparken am Motel, parkte plötzlich schräg hinter mir (und dort durfte der gar nicht parken, war nämlich Parkverbot!) ein Auto. Naja, und weil Georgie halt ein winzig kleines Stückchen länger ist als mein Floh zu Hause (damals Suzuki Swift), haben die beiden Autos die Stäubchen an der Stoßstange miteinander ausgetauscht

Das war aber schon alles. Es ist nichts zu sehen, geschweige denn kaputt gewesen.

Dann wollten wir tanken, also gleich zur nächsten Tanke abgebogen, einer Shell-Tanke. Die erste Zapfsäule akzeptierte zwar meine VISA aber spukte kein Benzin aus. Sobald wir den Zapfhahn betätigten, bedankte sich das Display an der Zapfsäule höflich und wünschte uns einen schönen Tag?!?


Also rückwärts an die hintere Zapfsäule ran. Die mochte meine VISA überhaupt nicht. Nach dem "Authorizing" meckerte sie ständig rum, ich soll mich mit dem Personal in Verbindung setzen. Ich also rein. Die nette Mama überprüfte dann, ob meine Karte drinnen akzeptiert werden würde. Funktionierte wohl und ich machte mich erneut auf den Weg zur Zapfsäule. Wieder das gleiche Theater

Schnauze voll, ungetankt einsteigen und ab zur nächsten Tanke, einer 66. Dort funktionierte alles einwandfrei!

Heute standen die Tent Rocks auf dem Plan. Wir wollten uns unterwegs ein geeignetes Plätzchen zum Frühstücken suchen. Nur liegt eben unser Motel schon ziemlich außerhalb, d.h. die I 25 Richtung Albuquerque ist schon fast vor der Türe. Zwischen unserem Motel und dem I25 gab es absolut nix, wo man noch hätte gemütlich frühstücken können.

OK, dann eben mal vom Interstate abfahren. Aber auch die Abfahrt zu den Tent Rocks war überhaupt nicht weit entfernt, was bedeutete, dass wieder keine geeignete Location zu finden war. Wir haben 2 der umliegenden Ortschaften (viel mehr gab es auch nicht) abgegrast, ohne fündig zu werden. Also wieder zurück auf den Interstate, irgendwann mußte doch mal was kommen. Und dann landeten wir im Felipe Reservat, dort war ein Spielcasino, eine Tanke (die Gallone war ca. 15 cent billiger als in Santa Fe) und ein Restaurant - zwar nicht gemütlich aber am Essen war wirklich nichts auszusetzen.

Gegen 10 Uhr waren wir dann endlich bei den Tent Rocks.

  Vom Parkplatz aus sah dies alles erstmal gar nicht so spektakulär aus. Es gibt zwei Trails: den Cave Loop und den Canyon Trail. Nach ca. einer halben Meile auf dem Cave Loop gibt es eine Abzweigung zum Canyon Trail. Diesen haben wir dann auch genommen. Man erreicht eine Art Slot Canyon.

Und sobald man aus diesem heraustritt, ist man von den Tent Rocks umgeben. Man kommt sich vor, als wäre man in einer Disney-Welt: alles irgendwie niedlich, fassbar - einfach schön.

Der Trail hat uns sehr gefallen. Kann ich jedem nur empfehlen. Und er ist wirklich leicht. Bis auf ein paar kleine steinigere Stückchen, eigentlich ein Spaziergang. Alles wirklich wunderschön.

Die Kasha-Katuwe Tent Rocks scheinen sich zunehmender Bekanntheit zu erfreuen. Es waren doch einige Leute dort unterwegs, wenn man den Besucherandrang natürlich nicht mit den großen, bekannten Nationalparks vergleichen kann.

Nach ca. 2 Stunden waren wir wieder am Parkplatz und beschlossen zum Fort Union zu fahren mit anschließendem Bummel und Abendessen in Las Vegas. Und da passierte mir ein überaus dusseliger Fehler : Ich habe übersehen, dass das Fort Union nicht an der 518 liegt, sondern das auf der Karte ein paar Millimeterchen weiter ein winziges und ganz kurzes Sträßchen vom I25 abgeht. Und wegen der Länge des Namens "Fort Union National Monument" sah es eben wirklich so aus, als ob dies an der 518 liegt. Jedenfalls bog ich in Las Vegas auf diese Straße ab und fuhr brav nach Norden.

Anfangs sah die Landschaft auch noch so aus, wie auf den Bildern, die ich vom Fort schon gesehen hatte.
Aber dann kamen Wälder.
Viele Wälder.
Große Wälder.
Die wollten gar nicht mehr aufhören! Und es sah nun überhaupt nicht mehr so aus, wie auf den Bildern aus dem Internet!

Das kam mir dann doch seltsam vor und ich kramte die Straßenkarte hervor. Da hab ich meinen Fehler dann bemerkt. Also zurück nach Las Vegas, auf den I25 und noch ca. 25 mi gefahren, bis das braune Hinweisschild zum Fort auftauchte. Runter vom Interstate und nix wie hin. Gleich zu Beginn der Straße stand ein riesengroßes Schild: Fort Union daily open from 8am to 4 pm.
Ein Blick auf die Uhr: es war 3:43 pm! Sch....

Wir sind die 8 Meilen bis zum Entrance trotzdem gefahren, in der Hoffnung, dass die Zeiten vielleicht doch verlängert wurden und das vorne nur vergessen wurde zu ändern. War aber nicht so. Ein Balken mit "closed" hat uns begrüßt...

Also wieder auf den I25 bis nach Las Vegas. Dort haben wir an der historischen Kirche geparkt (es stand zwar dran, nur für die Kirchengänger, aber wer wird denn schon an einem Samstag gegen 17 Uhr zur Kirche gehen?) Dann sind wir im Historic District ein wenig rumgeschlendert. War bestimmt mal alles sehr schön dort, aber der Hauch des Verfalls liegt in der Luft.

Wir haben dann aber beschlossen, dort gleich zu Abend zu essen und sind in das El Rialto Restaurant rein. Von außen machte das Restaurant gar nicht viel her, innen jedoch war es sehr schön.

Vom nicht wegzudenkenden Fernseher und Leuchtreklame mal abgesehen, hätte man durchaus denken können, man wäre in die 40iger Jahre zurückversetzt worden. Wir hatten ein sehr gutes Abendessen bestehend aus: Salat vom Buffet, Hamburger Steak, Baked Potato & Sourcream und einem heißen Maiskolben mit Butter.

Nach dem Essen ging´s zurück zum Parkplatz. Georgie hatte mittlerweile sehr viele Kollegen bekommen denn anscheinend wird in Las Vegas genau um 18 Uhr am Sonnabend in die Kirche gegangen! Wie man sich doch täuschen kann.!
Wir fuhren zurück nach Santa Fe.

Ich wollte im Walmart unbedingt noch meine mit Fotos auf CD brennen. Dort stand aber nur wieder so ein blöder Automat, der irgendwie mit dem File-System meiner Speicherkarte nicht klarkommt (diese Erfahrung hatte ich ja in Moab schon gemacht). Jedenfalls war dort nix zu machen. Ich musste unverrichteter Dinge wieder abziehen, mit der Empfehlung, es doch bei Walgreens zu probieren.

Also dann dorthin. Schon beim Reinlaufen sah ich, dass dort der gleiche Kasten stand . Der war aber sowieso kaputt. Ja und da hatte ich dann das Problem, dass am nächsten Tag Sonntag ist, d.h. alles, wo ich hier in Santa Fe evtl. eine CD brennen lassen könnte, macht erst gegen 11 Uhr auf - da bin ich hier schon lange weg. Außerdem ist am Montag Memorial Day, da machen viele bestimmt überhaupt nicht auf!

Krise!!!

Mit diversen Lösungsmöglichkeiten: Ich konnte hoffen, dass uns morgen auf dem Weg nach Holbrook in Grants oder Gallup ein Fotoladen entgegenspringt, in dem mir von kompetenten Leuten eine CD gebrannt wird. Naja, und wenn alle Stricke reißen, dann könnte ich eben am Dienstag von Holbrook nach Flagstaff schießen (denn da wird mir bestimmt geholfen) und dann wieder zurück nach Holbrook um über Mexican Hat nach Bluff zu fahren. Ich könnte zwar direkt von Flagstaff über Kayenta nach Bluff, wollte ich aber nicht, ich will von Holbrook aus nach Norden fahren!!!

Gefahrene Meilen: 393

Hier sind ein ein paar Infos zur Anfahrt und den Trails vom Kasha-Katuwe Tent Rock National Monument.

Druckversion
 
1. Tag: Ankunft
2. Tag: Las Vegas
3. Tag: Valley of Fire, Fahrt zum Bryce Canyon
4. Tag: Bryce Canyon und
Red Canyon
5. Tag: Fahrt zum
Capitol Reef und Burr Trail
6. Tag: Capitol Reef, Goblin
Valley, Dead Horse Point SP
7. Tag: Arches NP
8. Tag: Canyonlands
9. Tag: Fisher Towers
10. Tag: Ouray, Silverton,
Fahrt nach Farmington
11. Tag: Bisti Wilderness,
Fahrt nach Santa Fe
12. Tag: Kasha-Katuwe
Tent Rocks
13. Tag: Fahrt nach Holbrook, Petrified Forest
14. Tag: Hubbell Trading
Post, Canyon de Chelly
15. Tag: Fahrt nach Bluff

16. Tag: Goosenecks SP,
Valley of the Gods, Muley
Point, Natural Bridges NM

17. Tag: Monument Valley,
Reittour Mystery Valley
18. Tag: Mystery Valley,
Fahrt nach Page
19. Tag: White Rocks
20. Tag: The Wave
21. Tag: Antelope Canyon,
Horseshoe Bend, Alstrom
Point
22. Tag: Grand Canyon
23. Tag: Toadstool Hoodoos
24. Tag: Cottonwood Canyon Rd, Devils Garden
25. Tag: Wahweap Hoodoos
26. Tag: Coal Mine Canyon, Route 66, Kingman
27. Tag: Oatman,
Las Vegas
28. Tag: Las Vegas
29. Tag: Las Vegas
30. Tag: Las Vegas
31. Tag: Rückflug

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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