Ghost Town Ballarat, CA

Im Panamint Valley, am Fuße der Panamint Range, befindet sich die kleine Ghost Town Ballarat.

Man erreicht sie über die Trona Wildrose Road (CA 178) und einige Meilen nördlich von Trona befindet sich eine Markierung für den Abzweig nach Ballarat. Eine ca. 3,6 Meilen lange Gravelroad führt dann direkt in den Ort.

Die Karten wurden mit Topo USA von DeLorme www.delorme.com erstellt.

History: Ballarat erhielt seinen Namen sozusagen als Glücksbringer: Zwei Jahre nach dem Goldrausch von 1849 in Kalifornien wurde in Australien Gold entdeckt. In Ballarat im Bundesstaat Victoria wurde 1869 das größte Gold Nugget der Welt mit einem Gewicht von 143 Pfund gefunden.

Im Jahr 1847 entstand im Panamint Valley, am Fuße der Panamint Range, eine kleine Ansiedlung als Basislager für die Bergwerke in den umliegenden Canyons. Mehr Menschen strömten herbei und 1897 gaben die Goldsucher der nun mittlerweile entstandenen Bergbaustadt den Namen Ballarat - in der Hoffnung, dass hier die Glückssträhne des Namensvetters von Australien fortgeführt wird.

Dem war jedoch nicht so, denn das Leben dort war sehr hart. Sengende Hitze im Sommer, die die Luft über der kargen und unwirtlichen Landschaft flimmern lässt und beißende Kälte in den Wintermonaten erschwerten die Lebensbedingungen. Alles musste aus großen Entfernungen heran geschafft werden, damit der Ort aufgebaut werden konnte. Dazu noch die langen Wege zu den einzelnen Minen. Aber selbst unter diesen extremen Bedingungen erlebte Ballarat seine Boom-Zeit. Von 1897 bis 1905 war der Ort Heimat und Basislager für 400-500 Personen. Es gab 7 Saloons, 3 Hotels und eine Wells Fargo Station. Auch ein Postamt, eine Schule und Gefängnis waren vorhanden - jedoch nicht eine einzige Kirche.

Der Niedergang von Ballarat begann als die Ratcliff Mine im Pleasant Canyon außer Betrieb gesetzt wurde. Andere Minen in der Nähe wurden vom gleichen Schicksal ereilt. Die Menschen begannen abzuwandern, 1917 wurde das Postamt geschlossen und das öffentliche Leben kam immer mehr zum Erliegen. Es gab eigentlich keinen Grund mehr, die Stadt aufrecht zu erhalten.

Aber Ballarat starb nicht, denn ein paar eingefleischte Goldsucher und Glücksjäger, unter ihnen der schon legendäre Frank 'Shorty' Harris, fanden in den Lehmhäusern von Ballarat ihre Heimat. Mit Shortys Tod im Jahr 1934 zerfiel jedoch auch diese kleine Gruppe von Abenteurern.

In den 60iger Jahren versuchte Neil Cummins mit privaten Grundstückskäufen die Stadt wiederzubeleben. Er wollte ein zweites „Palm Springs“ schaffen und Tourismus und Golf sollten die Stelle des Bergbaus einnehmen. Er baute ein richtiges Steingebäude als Gemischtwarenladen und errichtete einen Trailer-Park mit Stromanschluss. Der Versuch scheiterte jedoch und 1988 gab er seinen Traum auf.

Noch heute hat Ballarat zwei Vollzeit-Bewohner, die versuchen, die Ghost Town vor dem endgültigen Verfall zu bewahren. Besucher sind willkommen und der Laden ist auch heute noch an vielen Nachmittagen und Wochenenden geöffnet. Auch ein kleiner Campingplatz (jedoch ohne jegliche Ausstattung!) ist vorhanden. Dieser dient vor allem Reisenden mit Trailer & 4WD Cars als Basislager für Expeditionen in die Panamint Mountains und dem Death Valley.

Ein Besuch von Ballarat lässt sich gut in die Planung mit einbauen wenn
- man die Trona Pinnacles besuchen möchte
- über die Trona Wildrose Road in das Death Valley fährt bzw. dieses über diese Strecke verlässt

Informationen basieren auf Besuch im Mai 2011

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