Valley of Fire - Ephemeral Arch

Der Ephemeral Arch trägt in der im Visitor Center käuflichen Broschüre “Valley of Fire - Map and Trail Guide” den Namen “Natural Arch”. Er befindet sich im North Fork des Fire Canyon. In dieser Broschüre wird als Trail-Beginn der kleine Parkplatz beim Clark Memorial Marker in der Nähe vom East Entrance genannt. Von dort aus steigt man nördlich der Parkstraße in den Wash und läuft in diesem ca. 2,3 Meilen in nordwestlicher Richtung. Der Felsen mit dem Arch befindet sich, in Gehrichtung auf der rechten Seite, genau am Rand vom Wash.

Info Mai 2010: Der Ephemeral Arch ist eingestürzt. Quelle

Vom View Point "The Cabins" gibt es einen nicht markierten Trail in den Wash, welcher eine deutliche, wenn auch nicht unbedingt einfache Abkürzung zum Ephemeral Arch ist.

Hier ist eine kleine Dokumentation des Trails:

Der Parkplatz "The Cabins" endet genau an einem Mini-Wash von ca. 3 m Breite und auf den gegenüberliegenden Hängen sieht man diverse Trampelpfade. Hier könnte u.U. der Fehler passieren, dass man in die falsche Richtung geht.

Rechts ist ein Bild der falschen Richtung.

1. Der richtige Trail führt nach Norden, d.h. er führt in die gleiche Richtung wie die Zufahrtsstraße zum Parkplatz. Man muss in den Wash steigen und wendet sich dann leicht nach links, um den Wash wieder zu verlassen. (Die gelb gepunkteten Linien stellen nicht den Trail selbst, sondern nur die Richtung dar.)

2. Der Trail führt genau auf die Kerbe zwischen diesen beiden Hügeln zu. Manchmal ist er besser, manchmal schlechter zu erkennen, wichtig ist die Richtung, auf den Einschnitt zwischen den beiden Hügeln. Am Anfang des Trails sah ich sogar einen cairn, ein kleines Steinmännchen als Wegmarkierung. Ich zeige hier absichtlich kein Bild davon, denn man sollte sich auf so etwas nicht verlassen.

Das Bild rechts ist aus etwas näherer Entfernung aufgenommen.

3. Beim linken unteren Bild sieht man einen kleinen Arch, an dem man während dieses Abschnittes vorbei kommt. Er ist nicht vom Parkplatz aus zu erkennen, sondern zeigt sich erst kurz bevor man ihn erreicht hat.

Dreht man sich an dieser Stelle mal um, kann man die Strecke sehen, die man vom Parkplatz bis hierher zurück gelegt hat (rechtes unteres Bild).


4. Die nächsten beiden Bilder bringen uns noch näher an den Einschnitt zwischen den beiden Hügeln.

5. Kurz bevor man die Kerbe zwischen den beiden Hügeln erreicht hat, sieht man auf der rechten Seite diese Steinformation:
6. Diesen Ausblick hat man dann von dort. Hier läuft man nun links entlang, man kann sich an den dunklen Steinen orientieren.
7. Die Hügel auf der rechten Seite werden flacher: wenn man sich bei diesen dunklen Steinen befindet und nach rechts schaut, erkennt man am Fuße des Hügels den Wash.
8. Nun geht man diesen Abhang hinunter. Man sieht mehrere Pfade, welchen man wählt, muss man selbst ausprobieren und entscheiden. Kurz vor dem Wash wird es schon sandig.
9. Wenn man den Wash erreicht hat, wendet man sich nach links (Norden) und folgt ihm. Das Gehen wird durch den tiefen Sand ziemlich erschwert. Manchmal wich ich auf die Seite aus, da dort teilweise die Möglichkeit bestand, dass der Boden fester war und man nicht so tief im Sand einsank.


10. Das anfängliche typische Bild von einem Wash (sandiges Flussbett, recht und links Felsen) verliert sich und ich dachte erst, dass ich es tatsächlich geschafft hatte, einen nicht zu verfehlenden Weg zu verfehlen. Aber da der in der Broschüre erwähnte Mini-Slot da war, kletterte ich über die schräge Felsplatte. Oben angekommen hatte sich das Aussehen der Landschaft wieder verändert: es gab nicht mehr ein breites, sandiges Flussbett, sondern eher eine breite Furt mit Sand und größeren Steinen.


11. Kurz danach galt es erneut, eine kleinere Steinplatte zu überwinden. Auch hier erkannte man bei genauerem Hinsehen sofort, welchen Weg man zu nehmen hatte. Dort raufgestiegen erhielt ich dann auch wieder meine Bestätigung, dass ich auf dem richtigen Weg bin: in der Ferne sah ich die Klippen der farbigen Rainbow Vista. Auch der Wash, der vorher inmitten der Steine etwas undeutlicher wahrnehmbar war, ist hier wieder zu erkennen.


12. Der Wash ist nun wieder deutlich sichtbar. Er ist breiter als beim Einstieg und zu den Seiten hin viel offener. Man ist fast versucht daran zu zweifeln, dass man sich auf dem richtigen Weg befindet, denn in dem Moment deutet fast nichts mehr darauf hin, dass sich genau am Rande des Washes ein Fels befindet, auf dessen Spitze ein Arch ist. Der Rand vom Wash ist sehr eben, in einiger Entfernung sieht man erst wieder einige Felsen genau am Rand.

 

Spätestens hier war das Gehen im Sand wirklich fies! Deshalb wich ich dann ganz auf die kleinen Strauchflächen am Rande vom Wash aus, da dort das Gehen viel einfacher war. (Man sollte sich jedoch nicht zu weit vom Wash entfernen, da sonst die Gefahr besteht, dass man an der Rückseite des Felsens mit dem Ephemeral Arch vorbei läuft, ohne diesen zu bemerken.)

13. Ich lief direkt auf einen Felsen am Rand vom Wash zu, auf dessen Spitze ein gut sichtbarer Arch stand, den man wegen der sehr schmalen Stelle im Bogen auch sofort als den gesuchten Arch erkennen konnte.

14. Den bekannten Anblick bekommt man aber erst, wenn man vor dem Felsen wieder in den Wash hinein geht, an dem Felsen vorbei läuft und sich dann umdreht.

Der Ephemeral Arch präsentiert seine fotogene Seite am besten im Licht des späten Nachmittages.

Für den Hinweg benötigte ich ca. 35-40 Minuten, für den Rückweg eine Stunde, da der Aufstieg am Hang schon die eine oder andere Pause erforderlich machte. Der Ab-/Aufstieg in den Wash sieht zwar im ersten Moment schwieriger aus als er ist - ein Spaziergang ist es dennoch nicht.

Anfang Mai war es schon sehr heiß (ca. 35°C) und auf dem Trail findet man keinen Schatten. Nur ein paar Felsüberhänge, unter denen man sich mal kurz vor der Sonne verstecken und ausruhen kann. Die Mitnahme von Wasser ist unbedingt erforderlich.

Die Druckversion der Wegbeschreibung wurde entfernt, da der Arch nicht mehr existiert.


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