Apache Trail

Östlich von Phoenix findet man eine der bekanntesten Scenic Roads von Arizona: Die State Route 88, die auch „Apache Trail“ genannt wird. Sie erhielt diesen Namen, weil die Straße einem alten Pfad folgt, welchen die Apache Indianer durch die Superstition Mountains nutzten. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Strecke für den Bau des Theodore Roosevelt Dams als Versorgungsstraße „ausgebaut“. Von Apache Junction führt sie über ca. 72 landschaftlich sehr reizvolle Meilen bis nach Globe / Miami.

Der schönste Abschnitt befindet sich zwischen Apache Junction und dem Theodore Roosevelt Dam. An diesem ca. 43 Meilen langen Teil der Strecke bekommt man wunderbare Ausblicke auf die Superstition Wilderness, den Tonto National Forest, die beiden Stauseen Canyon Lake und Apache Lake und den Salt River.

Ca. die Hälfte der Strecke ist „unpaved“, i.d.R. ist diese Gravelroad jedoch auch mit normalen PKWs befahrbar. (Über Wohnmobile / Trailer etc. kann ich keine Aussage machen. Die Straße ist manchmal sehr eng, sehr kurvig und hat sehr steile Abschnitte.) Der Apache Trail ist manchmal als einspurig ausgewiesen, dies gilt vor allem für die Brücken. Die Brücken kann man aber gut einsehen, d. h. man braucht keine Angst haben, dass doch plötzlich der Gegenverkehr da ist.

Die folgenden Meilenangaben zeigen immer die Entfernung ab Apache Junction.

Nach ca. 4,5 Meilen: Ghost Town Goldfield

Man erreicht die Ghost Town Goldfield, eine ehemalige Goldgräberstadt von 1890, die man als Tourismus-Magnet wieder aufgebaut hat. Diesen Zweck merkt man dort sehr deutlich, einen Stopp ist die Ghost Town jedoch allemal wert.

Nach ca. 5 Meilen: Lost Dutchman State Park

Eine knappe halbe Meile weiter befindet sich der Lost Dutchman State Park.

In diesem kleinen Park vor dem Flatiron Massiv am Rand der Superstition Wilderness kann man auf drei Trails von unterschiedlicher Länge und Schwierigkeit durch die Wüstenlandschaft in die Felsen hinauf wandern.

m Park findet man schöne Camping-Möglichkeiten und Picnic-Areas. Besonders am Abend, zur „golden hour“, bietet der Park wunderschöne Anblicke.

Nach ca. 8 Meilen und 12,5 Meilen: Willow Canyon und Canyon Lake:

Die Straße führt nun an sehr reizvollen Canyons entlang und man erreicht den Canyon Lake.

Nach ca. 8 Meilen Willow Canyon

Nach ca. 12,5 Meilen Canyon Lake

Nach ca. 17 Meilen: Tortilla Flat

Es gibt verschiedene Geschichten über die Entstehung dieses Ortes. Tortilla Flat ist eine kleine „Community“ mit Post Office, Saloon, Souvenir-Läden und ein paar Wildwest-Kulissen.

Die Landschaft wird immer reizvoller:

Blick Richtung Peters Canyon

Blick auf die Mesquite Flat

Nach ca. 21,2 Meilen:

Hier endet der Asphalt. Der Apache Trail wird zu einer Gravelroad, teilweise Schotter, teilweise sandig oder etwas Geröll. Die Piste hat manchmal ein paar größere „Schlaglöcher“, denen man aber gut ausweichen konnte. Die als einspurig ausgewiesenen Stellen sind hier nicht immer gut einsehbar.

Nach ca. 23,8 Meilen: Fish Creek Hill – Fish Creek

Die Staub- und Geröll-Piste schlängelt sich über eine Länge von ca. 1,5 Meilen sehr steil und sehr eng am Fish Creek Hill hinab. Wer von Osten nach Westen fährt hat hier den Vorteil, dass er an der „Bergseite“ fahren darf, also nicht direkt am Abgrund. Allerdings war ich sehr froh, dass ich hier keinen Gegenverkehr hatte. Diesen Streckenabschnitt kann man wegen der Kurven teilweise sehr schlecht einsehen.

Beginn der Abfahrt am Fish Creek Hill, besonders am Anfang ist die Strecke sehr kurvig mit schlechter Sicht.

Mittendrin… man sieht den weiteren Verlauf der Strecke zwischen der Horse Mesa und dem Fish Creek Mountain

Der Fuß vom Fish Creek Hill ist fast erreicht:

Blick zurück: Man kann den Verlauf der Straße an der Wand des Fish Creek Hills erkennen.

Der Apache Trail verläuft nun am Fuße der Horse Mesa und bietet immer wieder schöne Anblicke auf Felsformationen und Saguaro Kakteen.

Nach ca. 31 Meilen: Apache Lake

Die Fahrbahn ist nun eine reine Sandpiste. Im weiteren Verlauf hatte sie unangenehmes Washboard. Sie wird sehr kurvig und teilweise schmal, sehr vorsichtige Fahrweise ist angesagt.

Die Strecke verläuft etwas oberhalb vom Apache Lake und führt dann hinab zum Salt River, dessen Verlauf sie bis zum Theodore Roosevelt Staudamm folgt.

Die Straße befindet sich einige Meter oberhalb des Flusses und ist ziemlich schmal.

 

Nach ca. 42,8 Meilen: Theodore Roosevelt Staudamm

Zeitbedarf von Apache Junction bis zum Roosevelt Dam (ohne Besuche der Ghost Town Goldfield und Lost Dutchman State Park, ohne Wanderungen):
ca. 3 Stunden  

Für die Fahrt zurück nach Phoenix gibt es nun mehrere Möglichkeiten:

Tonto National Monument:

Nur wenige Meilen südlich vom Theodore Roosevelt Dam befindet sich das Tonto National Monument.

Auf einem ca. 0,5 Meilen langen, aber steil nach oben führenden Trail kann man die ca. 700 Jahre alten Lower Cliff Dwellings der Salado Indianer besichtigen.

In aktuellen Berichten habe ich aber gelesen, dass man im Sommer dieses Jahres nicht bis ganz zu den Ruinen durfte, da dort wilde Bienen sind und ein Besuch daher zu gefährlich wäre.

Karten und Höhenprofil:

Die Karte wurde mit Topo USA von DeLorme www.delorme.com erstellt.

Die Karte wurde mit Topo USA von DeLorme www.delorme.com erstellt.

Start: Apache Junction Punkt 3: Tortilla Flat Punkt 6: Ende steile Passage
Punkt 1: Goldfield / Lost Dutchman SP Punkt 4: Ende vom Asphalt Punkt 7: Apache Lake
Punkt 2: Canyon Lake Punkt 5: Beginn steile Passage Ziel: Roosevelt Dam

Die Karte wurde mit Topo USA von DeLorme www.delorme.com erstellt.

Druckversion

Fotogalerie

Informationen basieren auf meinem Besuch im Mai 2008


Startseite Übersicht der Infoseiten Download-Verzeichnis